Digitale Körpersprache: Tracking und Analyse vs. Fragen

Mimik und Gestik sind wertvolle Bestandteile der nonverbalen Kommunikation, die Rückschlüsse auf die Befindlichkeiten des Gesprächspartners zulassen. Online? Fehlanzeige! Als Ersatz dienen hier die digitalen Spuren, die wir überall hinterlassen. Doch sind die Annahmen über unsere Empfänger auf Basis ihrer digitalen Körpersprache immer richtig? Oder sollten wir öfter den persönlichen Dialog suchen und direkt nachfragen?

Was ist digitale Körpersprache?

Digitale Körpersprache meint die nonverbale Kommunikation von Kunden und Leads in der Online-Welt. Konkret sind damit Klicks auf Links, besuchte Seiten und die Verweildauer dort, abgerufene Inhalte, Downloads, präferierte Endgeräte und Kanäle & Co. gemeint.

In ihrer Summe lassen all diese Informationen auch ohne eine klassische Face-to-Face-Kommunikation Rückschlüsse auf die Wünsche, Bedürfnisse und Absichten von Menschen im digitalen Raum zu.

Um diese Informationen zu sammeln, muss die digitale Körpersprache mithilfe technischer Hilfsmittel erkennbar gemacht werden. Moderne Tracking-Tools, Cookies und beispielsweise Analysesoftware machen dies heute einfach möglich. Zudem lassen die so gewonnenen Erkenntnisse sich weiter durch Daten aus dem eigenen Online-Shop und dem CRM anreichern. Auf diese Weise entsteht eine breite Datenbasis, die analysiert werden kann und so wertvolle Erkenntnisse zu jedem Kunden und Lead liefert.

Hoch individuelle Ansprache – dank digitaler Körpersprache

Auch ohne einen direkten Austausch und damit die Abfrage konkreter Wünsche erlaubt es die digitale Körpersprache einer Person, diese hoch personalisiert anzusprechen – dank sorgsamer Analysen der ihr zugeordneten Datensätze immer mit der richtigen Botschaft zum richtigen Zeitpunkt und über den richtigen Kanal. Die daraus resultierende Relevanz sorgt für einen effektiven Aufbau, die Pflege und Intensivierung von Beziehungen – und im Idealfall für maximale Loyalität. 

Alles, was dazu nötig ist, ist zunächst die richtige Zielsetzung und davon abgeleitet die passende Strategie. Plus die entsprechende Technologie, um die digitale Körpersprache erheben und auswerten zu können. Und natürlich die gültige Permission, um das Verhalten des Einzelnen auch wirklich online verfolgen und auswerten zu dürfen.

Digitale Köpersprache in Zeiten von DSGVO und Privacy Protection

Wer die Vorteile der digitalen Köpersprache für eine persönliche Ansprache von Kunden und Leads zum Aufbau nachhaltiger Beziehungen effektiv nutzen will, der benötigt dazu zunächst deren explizites Einverständnis zu einem personenbezogenen Tracking. Den genauen rechtlichen Rahmen dafür definieren die DSGVO, das UWG und das TMG.

Zudem existieren neben der rechtlichen Rahmenbedingungen auch zunehmend technische Restriktionen. Aktuell in aller Munde sind die neuen Funktionen von iOS15 zum Schutz der Persönlichkeit, die verhindern, dass beispielsweise Öffnungen eines Newsletters weiterhin gemessen werden können. Und die so dafür sorgen, dass die digitale Körpersprache der Individuen zunehmend diffuser und deren personalisierte Ansprache zu einer größeren Herausforderung wird.

Der direkte Dialog sorgt für Klarheit und engere Bindungen

Die digitale Körpersprache liefert exakte Profile und Informationen für einzelne Personen. Zum Beispiel, wer lieber Brötchen zum Frühstück isst und wer Müsli. Bei allen wertvollen Erkenntnissen bleibt aber offen, ob die obere oder doch die untere Hälfte des Brötchens präferiert wird.

Wer diesen scheinbar kleinen, aber feinen Unterschied kennt, der profitiert davon erheblich. Denn dieses Wissen ermöglicht den Einstieg in eine tiefere Beziehungsebene auf der sich nicht nur Fehlinterpretationen und Missverständnisse vermeiden, sondern wirklich intensive Beziehungen herstellen lassen.

Zuverlässig ermitteln lassen sich etwa die Lieblingsseite eines Brötchens oder andere nicht online messbare persönliche Präferenzen sowie entscheidende individuelle Details durch direktes Nachfragen bei Ihren Empfängern – also in einem persönlichen Dialog. Und genau darum geht es ja im Online-Dialogmarketing.

Darüber hinaus bekunden Sie mit Ihren Fragen an Kunden und Leads Ihr ehrliches Interesse an ihnen. Als soziale Wesen nehmen diese die persönliche Ansprache durch Sie entsprechend wertschätzend auf. Das Ergebnis sind positive, dauerhaft stabile Bindungen, auf die ein effizientes Beziehungsmanagement abzielen sollte.

Die Kombination macht den Erfolg

Die Intensität der Beziehungen zu Ihren Empfängern entscheidet über Ihren wirtschaftlichen Erfolg – gerade in digitalen und oftmals anonymen Zeiten. Ergänzen Sie daher die Ergebnisse Ihrer Analysen der digitalen Körpersprache regelmäßig durch Informationen, die Sie auf Basis eines persönlichen Dialoges mittels direkter Fragen an Ihre Kunden und Leads gewinnen. Diese Begegnungen auf der menschlichen Ebene zahlen sich dauerhaft für Sie aus …

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